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Jugendstiltoilette am Graben, das schönste stille Örtchen der Stadt

Jugendstiltoilette am Graben, das schönste stille Örtchen der Stadt

Mitten am Graben führt eine Treppe hinab zu einem der kuriosesten Denkmäler Wiens. Die öffentliche Toilette wurde 1905 eröffnet und war die erste unterirdische Anlage ihrer Art in der Stadt. Eigentlich hätte sie am Stephansplatz entstehen sollen, doch die Kirche war dagegen. Gebaut hat sie der Unternehmer Wilhelm Beetz, und für die damalige Zeit war sie ungewöhnlich teuer.

Gespart wurde hier wirklich nicht. Trennwände und Schiebetüren aus Eichenholz, Klobrillen aus Teakholz, Beschläge aus Messing und geschliffenes Glas, und im Damenbereich gab es sogar zwei Aquarien. Heute steht die Anlage unter Denkmalschutz und gilt als letzte erhaltene öffentliche Jugendstiltoilette Wiens. Trotz Modernisierung ist der historische Charakter geblieben, und genutzt wird sie bis heute. Ein kurzer Abstecher, der sich lohnt, auch wenn man gar nicht muss.

Öffnungszeiten:
Jederzeit zugänglich
Adresse:
Lage Graben, 1010 Wien, Zugang über die Treppe direkt am Graben
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